Die auf diesen Seiten beschriebenen Leistungen vereinbaren Sie nach Art und ggf. Stückzahl in unseren Jahresverträgen. Bei Verlängerung des Vertrags für das Folgejahr haben Sie die Möglichkeit, das Leistungsportfolio nach Ihrem aktuellen Bedarf zu variieren. 

Jede Leistung erhält eine Angabe zu dem Artikel, den Sie jeweils für die Terminierung über unseren Onlinekalender anwenden; diese Artikel spiegeln nicht die Bezeichnung unserer Leistung wieder, sondern stellen rein auf die Termindauer ab und gestatten es daher, Leistungen in einem Terminartikel zu kombinieren. Die Abrechnung erfolgt auf Basis Ihrer Leistungsauswahl im Vertrag.

Lediglich Untersuchungsleistungen werden im Kalender 1:1 mit den Bezeichnungen aus unserem Leistungskatalog abgebildet, da wir hier eine Zuordnung zu dem jeweils zu untersuchenden Mitarbeiter benötigen. Hier erfolgt die Abrechnung direkt über die Eingabe im Terminkalender.

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Einsatzzeiten

Für die Aufgabenfelder der Grundbetreuung steht Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit ein festes Zeitkontingent zur Verfügung. Dieses wird in Summe für Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit vorgegeben. Die Verteilung der Einsatzzeiten auf die beiden Fachdisziplinen erfolgt durch den Betrieb entsprechend den spezifischen betrieblichen Erfordernissen und Gegebenheiten. Dabei müssen allerdings folgende Untergrenzen beachtet werden: Jede Fachdisziplin (Betriebsarzt und Sicherheitsfachkraft) muss mindestens 20 % des Grundbetreuungsumfangs und – falls die 20%-Berechnung ein geringeres Ergebnis zeitigen sollte – mindestens 0,2 Stunden pro Jahr und Beschäftigtem erhalten. Die Aufteilung kann von Jahr zu Jahr durch den Unternehmer bedarfsgerecht geändert werden.
Wege- / Fahrzeiten von Betriebsärzten und Sicherheitsfachkräften können nicht auf die Einsatzzeiten angerechnet werden und sind daher ggf. gesondert zu vergüten.

Betreuungsgruppen

Die Einsatzzeiten sind gestaffelt nach drei „Betreuungsgruppen“. Um die zutreffende Betreuungsgruppe zu ermitteln, muss der Betrieb zunächst seine Betriebsart feststellen. Die Betriebsarten sind gemäß dem WZ (Wirtschaftszweige)-Schlüssel, der dem europäischen NACE-Code entspricht, eingeteilt, diese wiederum den Betreuungsgruppen zugeordnet. Unterschiedliche Einsatzzeiten für Betriebe gleicher Art sind daher ausgeschlossen.
Bei der Zuordnung eines Betriebs zu einer Betriebsart ist der vorherrschende Betriebszweck ausschlaggebend. Eine Unterscheidung nach einzelnen Tätigkeiten oder Betriebsbereichen, z. B. Fertigung, Vertrieb oder Verwaltung, ist nicht möglich. Die Zuordnung zu einer der drei Betreuungsgruppen gilt für den gesamten Betrieb.
Für die Ermittlung der Betreuungsgruppe gilt folglich der Grundsatz: ein Betrieb – ein WZ-Kode! Der WZ-Kode wird nicht von der Berufsgenossenschaft vergeben. In den meisten Betrieben wird der WZ-Kode bereits verwendet, da viele statistische Erhebungen auf dieser Basis erfolgen. Qualifizierte Auskünfte sind auch bei den statistischen Landesämtern einzuholen. Die dort hinterlegten Angaben sind mitunter aber nicht mehr aktuell und sollten daher überprüft werden.

Aus der wie oben beschrieben ermittelten Betreuungsgruppe ergibt sich direkt die Anzahl Einsatzstunden pro Kopf Vollzeitmitarbeiter. Multipliziert mit der Gesamtzahl der Beschäftigten in Vollzeitbetrachtung resultiert das Zeitkontingent für die Grundbetreuung, das wie eingangs beschrieben zwischen Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit aufzuteilen ist.
Die Pro-Kopf-Zeiten bewegen sich zwischen 0,5 Stunden bei Niedrigrisikobetrieben bis 2,5 Stunden bei Hochrisikobetrieben. Das Gros typischer Mittelstandsbetriebe im gewerblich-produktiven Bereich kalkuliert bei mittlerem Risiko mit 1,5 Stunden.

Aufgabenfelder der betriebsspezifischen Betreuung

Die betriebsspezifische Betreuung enthält insgesamt 16 Aufgabenfelder, darunter sind Aufgabenfelder, die regelmäßig vorliegen und solche, die eher temporär auftreten. Der Umfang und die Leistungen dieses Teils der Betreuung sollten sich entsprechend der betrieblichen Entwicklung sowie dem Stand von Sicherheit und Gesundheit dynamisch verhalten.
In Anhang 4 der Unfallverhütungsvorschrift werden mögliche Leistungen (Aufwandskriterien) für die einzelnen Aufgabenfelder beschrieben. Dies soll es den Betrieben ermöglichen, den Umfang der Betreuung zu ermitteln.
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen sind im Rahmen der betriebsspezifischen Betreuung zu erbringen (Aufgabenfeld 1.4). Der dafür erforderliche Zeitaufwand darf daher nicht auf die Einsatzzeiten der Grundbetreuung angerechnet werden.

Ermittlung des Zeitbedarfs

Für jedes Aufgabenfeld muss der Unternehmer anhand von Auslösekriterien prüfen, ob es für den eigenen Betrieb „relevant“ ist, d. h. ob in diesem Aufgabenfeld Betreuungsbedarf besteht. Diese Prüfung muss regelmäßig, mindestens jährlich erfolgen, insbesondere nach wesentlichen Änderungen im Betrieb. Weiterhin müssen die zu erledigenden Aufgaben und der dafür erforderliche Personalaufwand festgelegt werden. Bei diesem Prozess muss sich der Unternehmer von Betriebsarzt und Sicherheitsfachkraft beraten lassen. Der Betriebsrat hat ein Mitwirkungsrecht. Die Betreuungsleistungen werden mit Betriebsarzt und Sicherheitsfachkraft schriftlich vereinbart.
In Anhang 4 der Vorschrift ist ein Verfahren beschrieben, wie der Umfang der betriebsspezifischen Betreuung festgestellt werden kann. Dieses Verfahren enthält für jedes Aufgabenfeld eine Reihe von Auslösekriterien. Sobald mindestens ein Auslösekriterium erfüllt ist, ist das Aufgabenfeld für den Betrieb relevant. In einem zweiten Schritt werden dann die Betreuungsleistungen und der Personalaufwand, also der zeitliche Umfang der Betreuung, ermittelt.
Im Gegensatz zur Grundbetreuung gibt es für die Zeitermittlung keinen starren Algorithmus und die Mitarbeiterzahl ist nicht (alleine) Kalkulationsgrundlage, vielmehr wird es sich gerade bei den punktuellen Leistungen um Projekte handeln, deren Zeitaufwand nach Fragestellung und den zu erledigenden Aufgaben in Summe abgeschätzt werden muss.

Aufgabenfelder der betriebsspezifischen Betreuung

Die betriebsspezifische Betreuung enthält insgesamt 16 Aufgabenfelder, darunter sind Aufgabenfelder, die regelmäßig vorliegen und solche, die eher temporär auftreten. Der Umfang und die Leistungen dieses Teils der Betreuung sollten sich entsprechend der betrieblichen Entwicklung sowie dem Stand von Sicherheit und Gesundheit dynamisch verhalten.
In Anhang 4 der Unfallverhütungsvorschrift werden mögliche Leistungen (Aufwandskriterien) für die einzelnen Aufgabenfelder beschrieben. Dies soll es den Betrieben ermöglichen, den Umfang der Betreuung zu ermitteln.
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen sind im Rahmen der betriebsspezifischen Betreuung zu erbringen (Aufgabenfeld 1.4). Der dafür erforderliche Zeitaufwand darf daher nicht auf die Einsatzzeiten der Grundbetreuung angerechnet werden.

Ermittlung des Zeitbedarfs

Für jedes Aufgabenfeld muss der Unternehmer anhand von Auslösekriterien prüfen, ob es für den eigenen Betrieb „relevant“ ist, d. h. ob in diesem Aufgabenfeld Betreuungsbedarf besteht. Diese Prüfung muss regelmäßig, mindestens jährlich erfolgen, insbesondere nach wesentlichen Änderungen im Betrieb. Weiterhin müssen die zu erledigenden Aufgaben und der dafür erforderliche Personalaufwand festgelegt werden. Bei diesem Prozess muss sich der Unternehmer von Betriebsarzt und Sicherheitsfachkraft beraten lassen. Der Betriebsrat hat ein Mitwirkungsrecht. Die Betreuungsleistungen werden mit Betriebsarzt und Sicherheitsfachkraft schriftlich vereinbart.
In Anhang 4 der Vorschrift ist ein Verfahren beschrieben, wie der Umfang der betriebsspezifischen Betreuung festgestellt werden kann. Dieses Verfahren enthält für jedes Aufgabenfeld eine Reihe von Auslösekriterien. Sobald mindestens ein Auslösekriterium erfüllt ist, ist das Aufgabenfeld für den Betrieb relevant. In einem zweiten Schritt werden dann die Betreuungsleistungen und der Personalaufwand, also der zeitliche Umfang der Betreuung, ermittelt.
Im Gegensatz zur Grundbetreuung gibt es für die Zeitermittlung keinen starren Algorithmus und die Mitarbeiterzahl ist nicht (alleine) Kalkulationsgrundlage, vielmehr wird es sich gerade bei den punktuellen Leistungen um Projekte handeln, deren Zeitaufwand nach Fragestellung und den zu erledigenden Aufgaben in Summe abgeschätzt werden muss.